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Das können Kommunikationsprofis von der 23-jährigen Seglerin Violette Dorange lernen

Violette Dorange hat mit ihrem Auftritt beim Vendée Globe 2024/25 nicht nur sportliche Rekorde gebrochen, sondern auch die Kommunikationswelt ordentlich aufgewirbelt. Sie hat gezeigt, wie relevante und authentische Kommunikation in den sozialen Medien funktioniert – und das mit vergleichsweise bescheidenem Budget. Was genau können Kommunikationsprofis von der jungen Seglerin lernen? Hier sind die drei wichtigsten Learnings aus ihrem Erfolg, die aktuelle Kommunikationsstrategien inspirieren und verändern können.

1. Authentizität ist das beste Kommunikations-Tool

Violette Dorange hat nie versucht, ihre Reise um die Welt zu inszenieren oder mit überproduzierten Werbevideos zu beeindrucken. Sie zeigte ihre Emotionen offen – Freude, Angst, Tränen und Erfolgsmomente gehören bei ihr genauso in den Content wie die raue See und technische Pannen. Ihr Community-Manager David Lupion beschreibt sie als „solare Persönlichkeit, die jeden berührt“ und betont, dass ihr authentisches Auftreten der Schlüssel zum Erfolg war. Die positive Resonanz kam nicht etwa deshalb, weil ihre Inhalte perfekt waren, sondern weil sie echt waren – und das ist das, was die Community auf Social Media wirklich sucht.

Sei du selbst. Teile echte Geschichten, auch wenn sie nicht perfekt sind.

Zentrale Kommunikationsregel 1

2. Klasse statt Masse: Qualität schlägt Quantität

Wer glaubt, Social-Media-Erfolg bedeute, ständig zu posten, liegt laut Dorange falsch. Sie war während der 90 Tage auf See keine Vielposterin – manchmal blieben ihre Kanäle sogar tagelang still. Ihr Team setzte bewusst auf weniger, dafür relevante und emotionale Beiträge, die eine Mini-Event-Atmosphäre schufen und die Follower so richtig fesselten. Das führte zu einer beachtlichen Engagmentsrate: Dorange erzielte 18% des gesamten Social-Media-Engagements während der Vendée Globe, deutlich mehr als der eigentliche Sieger der Regatta. Ihre Followerzahl explodierte: Von 80.000 auf 650.000 allein auf Instagram, insgesamt über 1 Million auf allen Kanälen.

Poste nur dann, wenn du wirklich etwas zu erzählen hast. Weniger ist manchmal mehr!

Zentrale Kommunikationsregel 2

3. Ehrliche Kommunikation bringt Reichweite – und Sponsoren

In einer Welt, in der immer mehr Unternehmen auf teure Produktionswerte und ausgeklügelte Sponsorenbotschaften setzen, überzeugt Violette Dorange durch authentischen und persönlichen Content. Ihr Social-Media-Team achtete darauf, dass jeder Beitrag zu ihr und ihrem Charakter passte – von der Auswahl der Musik bis hin zur Wortwahl in den Stories. Ihr ehrlicher Storytelling-Ansatz hat nicht nur den Zuspruch der Community gewonnen, sondern auch Sponsoren begeistert: Über 256 Millionen Videoaufrufe, 1,4 Millionen neue Follower und 14,8 Millionen Likes und Kommentare sprechen eine deutliche Sprache. Besonders effektiv: Die Integration sozialer Projekte wie „DeVenir“, die durch Dorange viel Aufmerksamkeit und Interaktion bekamen – ein Paradebeispiel für erfolgreiche kommunikative Sponsoreneinbindung.

Sorge dafür, dass deine Werte und deine Persönlichkeit authentisch transportiert werden – das überzeugt nicht nur Follower, sondern auch Partner und Sponsoren.

Zentrale Kommunikationsregel 3

Fazit: Der Mensch macht den Unterschied!

Was bleibt als Quintessenz? Im Zeitalter von Informationsüberflutung, Algorithmen und Buzzwords gewinnt echte Kommunikation. Mut zur Persönlichkeit, Fokus auf Inhalte, die berühren und inspirieren – das ist der Weg nach vorne. Wer wie Violette Dorange mit Authentizität punktet, kann mehr bewegen als jedes Hochglanzvideo. Ihre Segelreise ist ein Sinnbild für die Kommunikation von morgen: mutig, ehrlich und nahbar.

Bildquelle: Facebook Violette Dorange